Die Digitalisierung in der Pflege ist ein heißes Thema. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab hierzu eine Reihe von Förderlinien heraus, um die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben. Roboter in der Pflege als nützliche digitale Assistenten einzusetzen, ist dabei keine grundsätzlich neue Idee, aber meist noch Zukunftsmusik. Noch sind Grundfertigkeiten der Roboter verbesserungswürdig. Interaktionen mit den digitalen Helfern erscheinen oft etwas unbeholfen und nicht intuitiv. Durch die Ausschreibungslinie „Roboter für Assistenzfunktionen: Interaktionsstrategien“, in dem auch das Projekt NIKA gefördert wird, soll die Interaktion zwischen Mensch und Roboter verbessert werden.

Meist kommt es dabei vor, dass die Projekte, die parallel in einer Ausschreibungslinie gefördert werden, vor ähnlichen Herausforderungen stehen, Synergien bei der Lösungsfindung aber zu selten genutzt werden. Um die Kommunikation zwischen diesen Projekten zu verbessern, gemeinsam gute Lösungsansätze zu finden, gibt es in dieser Ausschreibungslinie ein spezielles Projekt, dass sich ausschließlich mit der Vernetzung dieser Projekte befasst. Das Projekt „GINA“ (Hochwertig gestaltete Interaktionsstrategien für Service- und Assistenzrobotik) ist für diese „Begleitforschung“ zuständig und lud am 29.11.2018 am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart zum ersten (von mehreren) Vernetzungstreffen ein. Nach interessanten Fachvorträgen und der Vorstellung aller Projekte hatte man in Workshops ausgiebig die Möglichkeit sich zu verschiedenen Themen auszutauschen. Das NIKA Projekt-Team teilte sich je nach thematischer Ausrichtung der einzelnen Partner auf unterschiedliche Workshops auf.

Workshops zu folgenden Themen wurden abgehalten:

  • Produkt
    Im Workshop zum Thema Produkt wurde in einem Inputvortrag durch das GINA-Team dargestellt, welche Fragestellungen aus Sicht der Begleitforschung Möglichkeiten zum Austausch zwischen den Projekten bieten. Dazu gehören Themen wie die Nutzungs-Kontextanalyse, die Einbindung von Nutzern in die Entwicklung der robotischen Systeme sowie ethische und rechtliche Fragestellungen. Bedarfe für weitere Unterstützung und Vernetzung wurden gesammelt, um im Nachgang gezielte Arbeitstreffen durchzuführen.
  • Technik
    Im Workshop zum Thema Technik wurden erst die Ziele und Ansätze der diskutiert, die die Teilnehmer in den entsprechenden Roboter Projekten anzuwenden versuchen. Schnell wurde klar, dass die meisten Teilnehmer noch starken Bedarf an Verbesserungen in den Grundfertigkeiten der eingesetzten robotischen Systeme sehen, wie z.B. der Navigation in Umgebungen, Lokalisation, Umgebungswahrnehmung oder auch der Personen- und Intentionserkennung haben. Hier sind noch einige Herausforderungen zu bewältigen um die verschiedenen Szenarios erfolgreich umzusetzen. Ansätze und Lösungen wurden andiskutiert und werden in folgenden Terminen weiter vorangetrieben.

Alles in allem war das Vernetzungstreffen für das NIKA-Team eine tolle Möglichkeit sich über die relevanten Projektthemen mit anderen Wissenschaftlern auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.